Unsere Reise ans kleine Meer- die Mecklenburgische Seenplatte
Oh war das ein schönes Gefühl! Eine Woche Urlaub.
Und wir wollten es uns so richtig gutgehen lassen.
Am Samstag Nachmittag war es so weit, mit Bonifatia auf dem Dach ging es los Richtung Celle.
Dort besuchten wir einen lieben Freund und häufigen Reisebegleiter.
Wir verbrachten dort einen schönen Abend mit netten Leuten.
Am Sonntag Nachmittag machten wir uns weiter auf den Weg gen Mecklenburg.
Oh! Sind wir hier wirklich richtig??
Wir fuhren über Landstraße und sind am Abend am Plauer See angekommen.
Dort angelangt wurde der Grill ausgepackt und wir machten es uns auf einem Parkplatz am Waldrand gemütlich.
Das Wetter war super und so bestiegen wir nach einer gemütlichen Nacht den Moorochsen. Dies ist ein Aussichtsturm über die Ausläufe des Plauer Sees.
Die wunderbare Landschaft kann man auf diesen Fotos bewundern. Herrlich!!
Da unser Zeitplan gefüllt war von schönen Ausflugszielen ging es nun gleich weiter ins Agrarhistorische Museum in Alt-Schwerin.

Außer dieser Windmühle konnte man dort auch noch andere interessante Dinge begutachten.
Zum Beispiel einen IFA-Traktor, den besonders ich echt schnuckelig fand.
Nach dem Besuch im Freilichtmuseum fuhren wir weiter Richtung Norden nach Güstrow.
Dort gab es ein Spaß-Bad.
Die Rutschbahn in diesem Schwimmbad war für mich die Hölle!
In der Rutsche hatte ich den absoluten Orientierungsverlust und saß in so einem bescheuerten Strudel fest.
Nun ja, tapfer bin ich ein zweites und drittes mal gerutscht und irgendwann fand auch ich es dann ganz lustig. Obwohl ich ganz klar sagen muß, angefreundet habe ich mich nie mit dieser Rutsche.
Von den vielen Eindrücken des Tages ließen wir uns am Abend erschöpft auf einem Parkplatz am Rande eines Nationalparks nieder.
Leider fand dieser Abend einen nicht wirklich schönen Ausklang.
Gegen dreiundzwangig Uhr parkte ein Golf direkt neben uns. Es stiegen drei Leute aus dem Wagen und fragten, ob sie ein paar Liter Diesel von uns bekommen könnten. Wir verneinten und so begann das Elend. Sie pöpelten uns an, machten die Musik laut und sagten, sie würden die ganze Nacht hier stehen bleiben, wenn wir nichts herausrückten. Dann sind sie auf die Idee gekommen uns einfach Diesel abzuzapfen. Die ersten Bierdosen hatten sie auch schon in der Hand und am Mund. Als die drei Gestalten dann wirklich begannen am Tankdeckel herumzuspielen, rief Jörg die Polizei.
Es dauerte eine halbe Stunde ehe diese kam. Dann war aber eigentlich alles ganz klar. Mit 1,4 Promille im Blut ist man halt nicht mehr so ganz klar im Kopf. Wobei man ganz deutlich sagen muß, daß waren die auch ohne nicht. Da ein Mann aus dem Auto noch null Promille hatte, verschaffte ihnen ein zweiter Polizeiwagen fünf Liter Sprit und die Sippe mußte den Parkplatz sofort verlassen.
So kamen wir dann doch noch nach ca. zwei Stunden zu unserem verdienten Schlaf.
Am Dienstag besuchten wir den Umwelt- und Naturpark in Güstrow.
Dies war ein weitläufiges Waldstück mit vielen Tieren. Außerdem konnte man dort einen Moor-Lehrpfad entlang gehen.
Welche Tiere es dort unter anderem zu sehen gab, sieht man hier:
Wir verbrachten dort eine lange Zeit. Jetzt blieb uns für diesen Tag noch eine Sommerrodelbahn-Fahrt in der Umgebung.
Also, los geht’s mit dem IFA und ruckzuck waren wir am Gelände der Rodelbahn.
Wir kauften eine 6er Karte. Und hier sind die Bilder:
Es hat wirklich Spaß gemacht. Obwohl Jörg ja jetzt erst mal Rodel-Verbot hat. Sein GPS hat auf einer seiner Fahrt eine Geschwindigkeit von 49km/h gemessen! Und ich finde, daß ist einfach zu schnell!
Nach unserer Rodel-Tour steuerten wir nun einen Campingplatz bei Waren, direkt an der Müritz, an.
Dies war für uns die einzige Möglichkeit direkt am Wasser stehen zu können und unkompliziert mit dem Kanu einzusetzten.
Hier auf dem Campingplatz machten wir es uns so richtig gemütlich uns pfeiften auf die neugierigen und etwas skeptischen Blicke unserer Nachbarn.
Natürlich gab es auch hier wieder leckeres Grillgut. Und mit unserem Sofa und dem Klapptisch, ging es uns so richtig gut.
Das war Erholung pur!
Am Mittwoch Morgen setzten wir Bonifatia dann in die Müritz ein. Wir wollten vom Campingplatz nach Klink paddeln. Klink ist ein kleiner Ort, direkt an der Müritz, etwa 5km entfernt.
Die Hinfahrt war traumhaft. Man hatte das Gefühl aufs offene Meer hinaus zu paddeln. Rund herum fuhren Motorboote, Hausboote und Ausflugsdampfer. Die Wellen, die solche Schiffe erzeugen, waren für uns ein mächtiger Spaß.
In einer Stunden hatten wir es geschafft! Wir waren in Klink, an einem wunderbaren Sandstrand, angelangt.
Wir machten eine Pause, liefen ein wenig im Ort umher und aalten uns am tollen Sandstrand bei heißen Temperaturen.
Ich sag nur: Erholung pur!
Die Heimfahrt gestaltete sich nun aber doch etwas problematischer. Der Gegenwind, den wir hatten, war nicht ganz ohne Bedeutung.
Und so geschah es, daß wir doch ziemlich lange, ziemlich kräftig paddeln mußten, um uns von der Stelle zu bewegen.
Und wehe es hat einer aufgehört das Paddel zu schwingen. Dies wurde gleich bestraft, es ging wieder zurück.
Als wir das Ufer am Campingplatz erreicht hatten, waren wir beide echt fertig und Jörgs Platte feuerrot.
Auch mir ging es in dieser Nacht nicht wirklich gut. Da hatten wir uns beide wohl einen kleinen Sonnenstich eingeholt.
Aber ist das ein Wunder bei knalliger Sonne und wir auf dem Wasser ohne Hut oder ähnlichen Sonnenschutz?
Am Donnerstag war bei mir aber alles wieder im Lot. Nur bei Jörg sah man Tage später noch, daß sein Kopf etwas zu viel Sonne abbekommen hat. Besonders das Ohr konnte man in der Nacht rot leuchten sehen!
Da wir uns am Freitag mit Freunden in der Rhön treffen wollten, befanden wir es für gut, schon am Donnerstag eine Teilstrecke zurückzulegen.
Ade, du wunderschöne Seenplatte! Es war wunderschön.
Doch, ich muß sagen, es hat uns beiden leid getan zu fahren, aber die Heimat wartete nun mal auf uns.
Die Autobahn, war entgegen unserer Vermutungen, absolut frei.
Wir düsten also mit unserem IFA Richtung Heimat.
Eigentlich wollten wir noch einen kleinen Abstecher nach Leipzig unternehmen, aber der IFA rollte und rollte. Wir beschlossen diese günstigen Verkehrsverhältnisse zu nutzen und sind noch am Abend in Erfurt auf der Kaktusfarm angekommen.
Hier wurden wir wie immer freundlich begrüßt und wir machten es uns am Grillfreuer gemütlich.
Nach einer weiteren Nacht im IFA wollten wir uns am Freitag auf den Weg in die Rhön machen. Doch bevor wir dorthin starten konnten, leisteten wir erst Erste-Hilfe bei einem Bekannten, der mit einem Motorproblem nahe Gotha stand und nicht mehr so recht weiter wußte.
Sein Robur konnte zwar noch selbständig nach Erfurt auf die Kaktusfarm fahren, aber den Kompressor mit seinen 1,7 Tonnen, den er anhängen hatte, war von nun an Anhängsel des IFAs.
Mit einiger Zeitverzögerung schafften wir aber dann doch noch die Abfahrt in die Rhön.
Auch Ralf und Stefan mit Sabine setzten sich auf ihr Motorrad und wir vereinbarten einen Teffpunkt für diesen Abend.
Wir tuckerten gemütlich Richtung Fulda, waren schon fast am Tagesziel angelangt, was muß uns da passieren?????
Oh nein, der IFA bekam keinen Sprit mehr und wir blieben mitten auf der Straßen in einem kleinen Dorf stehen.
In diesem Augenblich war es eine bescheuerte Situation, doch mit etwas Abstand kann ich jetzt herrlich darüber lachen.
Die Dorfbewohner organisierten sofort einen Traktor der den IFA samt Anhänger erst einmal von der Straße zog.
Dann kam Martin mit dem Ural. Auch mit ihm waren wir an diesem Abend zum Grillen und gemütlichen Beisammensein verabredet. Er schleppte den IFA zu unserem geplanten Ziel ab: eine wunderschöne Stelle mit Grillhäuschen mitten in der Rhön mit wunderbarem Ausblick.
Diese Panne konnte unsere Laune nicht trüben, wir hatten unseren Spaß, grillten leckere Würstchen und Steaks und plauderten .Es war ein wirklich schöner Abend!
Wir treffen uns dort wieder, abgemacht?!
Leider kamen wir am Samstag nicht ohne weitere Probleme nach Hause. Das Problem mit der Spritzufuhr war auch nach der kleinen Bastelaktion am Vortag nicht behoben. So dauerte es noch weitere vier Stunden bis das Problem gefunden und gelöst war und wir dann doch noch gut zuhause angekommen sind.
Für die Panne konnte unser IFA im übrigen nichts, wo wir ihn doch erst so beschimpft hatten. Entschuldigung!
Er bekam keinen Sprit, weil jemand Dreck in den Tank gesteckt hatte, welcher von der Spritpumpe angesaugt wurde und die Leitung verstopfte. Wir haben die Golf-Fahrer von Montag-Nacht in Verdacht.
Am Nachmittag sind wir sicher in der Mühle angekommen.
Es war ein super Urlaub, an den wir gerne zurückdenken.