Paddeln auf der Eder
Dies war unsere erste Paddeltour im Jahr 2003 und die erste
gemeinsame mit Stefan und Moni.
In diesem Fall haben wir uns für die Eder entschieden, da
sie für uns alle eine relativ kurze Anfahrtszeit beinhaltete.
Immerhin waren wir nur für ein kurzes Wochenende im
Paddelfieber.
Freitag Nachmittag packen Jörg und ich den IFA.
Eigentlich ist alles dabei, außer ein Bett. Nun ja, auch eine
Sitzbank und Tisch fehlen, aber so einem echten Camper macht
das nichts aus. Wofür haben wir schließlich unsere
zusammenklappbare Bank und den Rolltisch.
Und für was braucht man schon ein richtiges Bett, wenn
man auch auf dem Isolationsmaterial für die Wände
schlafen kann.
Ich gebe zu, auf dem Bild sieht das ziemlich wild aus. Aber es
war gemütlich und hatte auch einen Hauch von
Abenteuer. Und ich liebe Abenteuer!
Nachdem wir uns am Freitag nun getroffen haben, schlafen wir
alle am nächsten Tag erst mal aus. Immerhin wollen wir
dann ja während der Paddeltour keine Müdigkeit
vortäuschen.
Bis wir nun aber eine Ein- und Aussetztstelle für die
Boote gefunden haben und die Männer erst die Laster
geparkt und dann mit der Bahn wieder zu uns gefunden haben,
vergehen leider gut zwei Stunden.
So lange hats noch nie gedauert und das alles Dank den super
Bahnverbindungen und ihren wunderbaren Fahrplänen!
(Die waren nämlich überhaupt nicht vorhanden!)
Auch von so ein paar lächerlichen Regentropfen lassen
wir uns nicht davon Abbringen unsere Bonifatia zu Wasser zu
lassen.
Gesagt getan. Wie man auf dem Bild sehen kann, sind wir nun
schon auf dem Wasser, aber auch Stefan und Moni geben sich
alle Mühe nicht im Wasser zu landen.
Froh im Wasser zu sein paddeln wir vergnügt los. Doch
die gute Laune hält nur etwa 20 Meter an. Nun ja, das
Wasser ist nach einer so langen Trockenperiode nicht wirklich
hoch und wir setzen auf Grund auf. Wir versuchen alles: staksen
wie die Wilden, rütteln und rutschen, aber am Ende hilft
nur Jörgs beherztes Ausziehen seines Schuhes und rein ins
kalte Wasser. Ein fester Stoß von ihm und es kann endlich
weitergehen.
Aber auch Stefan und Moni geht's nicht viel besser. Na gut, bei
ihnen hat es vielleicht 50 Meter gedauert bis die beiden dann
auch fest saßen.
Wir werfen unseren Anker (Ostergeschenk von Papa und Mutti
für Jörg Danke!!) und warten bis auch die beiden
wieder frei sind von jeglichem Bodenkontakt.
Aber dann geht's jetzt doch richtig los.
Hin und wieder gibt's mal ein paar flache Stellen, aber die
meistern beide Boote mit bravour.
Und jetzt machts auch richtig Spaß!
Und dann gibt's die erste Pause.
Dazu gehen wir nicht an Land. Wir werfen den Anker und
Stefan und Moni in Cetan machen sich an Bonifatia fest.
Die folgenden Fotos zeigen den leckeren Imbiß von
Stefan: seinen Meereszauber! So nennt sich die Fischdose
wirklich.
Es war ne riesen Sauerei, aber Moni und ich hatten unseren
Spaß.
Die Strömung, die uns sonst über 10 km/h paddeln
läßt, wird allmählich weniger. Aber nach ein
paar Kilometern ist uns klar warum. Eine Staumauer. Und wir
müssen umtragen.
Dafür geht's jetzt wieder schneller vorwärts. Aber
dies ist auch besser so. Es fängt an etwas zu regnen.
Zum Glück ist es jetzt nicht mehr allzu Weit nach Fritzlar,
unserer Aussetzstelle.
Dort Angelangt ziehen wir die Boote an Land und freuen uns auf
unsere trockenen Fahrzeuge.
Aber eins lassen wir uns auch mit Regen nicht nehmen: Das
Grillen unserer Steaks und Würstchen.
Essen tun wir dann aber doch drin.
Wofür haben wir denn schließlich Klappsofa und
Rolltisch!
Paßt doch auch gut in unseren IFA rein.
Ach was war das lecker!
Ach was sind wir jetzt müde!
Am Sonntag Mittag düsen wir dann alle wieder Richtung
Heimat.
Nach zwei Stunden sind wir dort angelangt und schauen
zufrieden auf unseren Wochenendausflug zurück.